Sonnen-Geheimnisse enthüllt

Von WAYNE H. PURDIN

Übersetzung: Taygeta

Sungazing 1

Von 1209-1249 fand einer der schlimmsten Völkermorde in der Menschheitsgeschichte statt. Opfer waren die Katharer, einer aus kirchlicher Sicht ketzerischen Sekte in Südfrankreich. Papst Innocent III. versprach Gold und Ablässe (Erlass der Strafe für Sünden) im Tausch gegen das Blut der Katharer und schickte 30’000 Kreuzfahrer nach Frankreich, um die Katharer und ihre Anhänger zu massakrieren.

Die Katharer wurden gejagt, gefoltert, auf dem Scheiterhaufen verbrannt und brutal ermordet durch Killer, die von der Kirche angeheuert worden waren. Schätzungen gehen davon aus, dass zwischen 300’000 und 1’000’000 Katharer und Sympathisanten ermordet wurden, Männer, Frauen und Kinder. Während dieses Blutbades war ein erstaunliches Phänomen beobachtet worden. Die Katharer zeigten weder Angst, Wut noch Schmerz, sondern nur Entzücken – trotz der schrecklichsten Gräueltaten gegen sie. Woran lag es?

Nach William Henry in „Mary Magdalene: The Illuminator“ war dafür die vom Gehirn produzierte psychoaktive Substanz Christos(-Salbungsöl) verantwortlich. Die Katharer hatten die notwendigen Techniken, um sie zu produzieren, aus den geheimen Lehren Jesu erfahren. Der Name für die Substanz stammte von den Essenern, welche die Geheimnisse, die sie von Moses überliefert bekommen hatten, an Jesus weiter gaben. Moses hatte sie in Ägypten von den Nachkommen der verbannten Aton-Priester des Echnaton erhalten.

In diese Lehren geht es um die Kraft der Sonne und die Macht des gesprochenen Wortes, und sie stellen das dar, was ich „die Geheimnisse der Sonne“ nenne. Sie waren Teil der ägyptischen, babylonischen und griechischen Mysterien, ebenso wie der gnostischen Lehren der frühchristlichen Geheimbünde. Sie wurden von den großen Adepten allen Kulturen gegeben, um die Menschen von Dunkelheit, Unwissenheit und Aberglauben zu befreien, und als Mittel zur Erleuchtung.

In diesem Artikel werde ich kurz das Leben und die Lehren der Gründer der verschiedenen Mysterien-Schulen im Nahen Osten und Mittelmeerraum beleuchten, von Pharao Thutmoses III bis zu Omraam Mikhail Aivanhov.

Sungazing 2

Es gab andere Mysterien-Schulen in Indien, China, Peru und anderswo, aber diejenigen, die ich ausgewählt habe stellen eine Kontinuität dar, die sich über Jahrtausende erstreckt und die spirituellen Wurzeln des jüdisch-christlichen Erbes bilden. Die Geschichte der Mysterien der Sonne ist so alt wie die Menschheit und so neu wie der neueste wissenschaftliche Durchbruch.

Im Jahr 1882 veröffentlichte Ignatius DonnellyAtlantis: Die vorsintflutliche Welt“. In diesem Buch argumentierte er überzeugend, dass Atlantis Kolonien in Peru, Ägypten und anderswo errichtet hatte, und dass die Mythologien und Geheimnisse dieser Völker die ursprüngliche Religion der Atlanter darstellten, welche eine Form der Anbetung der Sonne war. Er schrieb:

„Die Religion der Atlanter war, wie Plato uns berichtet, schlicht und einfach; sie machten keine regelmäßigen Opfer außer Früchten und Blumen; sie beteten die Sonne an. In Peru wurde eine einzige Gottheit angebetet, und die Sonne, als deren herrlichste Schöpfung, wurde als ihr Vertreter geehrt. Quetzalcoatl, der Gründer der Azteken-Kultur, verurteilte alle Opfer außer jene von Früchten und Blumen. [Wir können feststellen, wie weit die aztekischen Religion sich im Laufe der Jahrhunderte degenerierte bis zum Tiefpunkt zur Zeit der Eroberung, als Menschenopfer durchgeführt wurden.] Die erste Religion Ägyptens war auch schlicht und einfach; die Opfer bestanden aus Früchten und Blumen; der Sonne, Ra, wurden Tempel errichtet. In Peru wurde das große Festival der Sonne Ra-mi genannt.“

Zwischen dem vordynastischen Ägypten und der achtzehnten Dynastie wurde die „schlichte und einfache“ solare Religion Ägyptens sehr korrupt und kompliziert. Es gab mehrere Sonnen-Götter und eine ganze Reihe von kleinen Göttern. Die Priesterschaft war reich und mächtig und die Menschen von ihnen abhängig, sie brauchten die Priester für magische Amulette, um in ihrem Namen zu den Göttern zu beten, und um ihnen eine aufwendige, ordnungsgemäße Verabschiedung ins Jenseits zu geben. Früchte und Blumen waren keine passenden Opfer mehr, Tiere übernahmen ihren Platz.

Dann kam Pharao Thutmosis III., ein jüngerer Sohn von Amenophis I. Er verdankte seine Herrschaft der Intervention der Priesterschaft von Amun-Ra, die in einem religiösen Ritual unter Aufrufung des Willens von Amun-Ra ihn zum Pharao ernannte, obwohl er nicht in der Linie für die Nachfolge war. Thutmosis erkannte, dass die Priesterschaft zu mächtig geworden war und versuchte ihre Macht einzudämmen, indem er äußerlich Folgsamkeit gegenüber Amun-Ra zeigte, aber heimlich Aton anbetete und eine separate Priesterschaft des Aton in Heliopolis unterstützte, die loyal zu seinem Thron war.

Unter der Herrschaft Thutmosis III. wurde dem gemeinen Volk gestattet all den phantasievollen Glaubensinhalten und dem Aberglauben zu frönen, wie zum Beispiel der Verwendung von magischen Amuletten. Er glaubte, dass eine schrittweise Änderung des vorhandenen religiösen Glaubens leichter sein könnte und dauerhafter erreicht werden könnte, wenn er eine geheime Mysterienschule aufbauen würde, deren Schüler höhere Standards praktizieren würden. Er wollte nach und nach diese Geheimnisse, Mythen und Riten in die ägyptisch Religion einfließen lassen, von oben nach unten, und so die Menschen zu einem höheren Verständnis und höherer Moral führen.

So gründete er 1489 v. Chr. eine geheime Mysterienschule, den Orden des Rosenkreuzes, von dem die heute noch immer existierenden Rosenkreuzer behaupten abzustammen. Die Mitglieder dieser Mysterienschule wurden Therapeuten genannt, was „Ärzte der Seele“ bedeutet. Die Essener-Sekte der „Sonnenschauer“ („Sungazing Sect“) in Alexandria übernahm später diesen Namen und das Rosenkreuz-Symbol.  (Sungazing = „Blick in die äußere Sonne zu sicheren Zeiten“)

In ‚The Healing Sun Code’ verknüpft William Henry das Rosenkreuz und die Geheimnisse der Rosenkreuzer mit dem „Aufgang der Heiligen Sonne, der Quelle von Leben und Weisheit“. Ich sprach vor kurzem mit einer Frau, die seit 25 Jahren Ägyptologie studiert und von Thutmosis III. und den Rosenkreuzern wusste. Sie erzählte mir, dass sie einmal eine Rosenkreuzer-Dame kannte, die jedes Mal wenn sie sich krank fühlte, das Gesicht der Sonne zuwandte und spezielle Atemübungen machte, in denen sie in das Feuer der Sonne in sich hinein atmete, um Verunreinigungen in ihrem Körper zu verbrennen. Sie wurde sehr alt. Diese Technik war Teil der geheimen Lehren der Rosenkreuzer, die sie sehr sorgfältig vor Nichteingeweihten verbargen.

Eine andere von Thutmosis III. und den Mitgliedern seines Ordens verwendete Technik war der Einsatz von Heil-Stangen während sie in die Sonne schauten. Es waren Kupfer- und Zink-Röhren, welche gehärtete Kohle resp. Magnetit enthielten. Sie wurden vom russischen Mystiker Graf Stefan Colonn Walewski, der ein Mitglied einer „Sungazing“-Mysterienschule in den kaukasischen Bergen war, wieder eingeführt. Sie verstärken den Strom, der zwischen Sonne und Erde durch den Körper fließt, während man in die Sonne schaut. Dies verbessert die Meditation, beschleunigt die Heilung und fördert die Entwicklung übersinnlicher Kräfte.

Der Sohn und der Enkel von Thutmosis III. führten die Mysterienschule und den Aton-Kult weiter, aber erst als sein Urenkel Echnaton den Thron bestieg, erreichte diese Bewegung ihren Höhepunkt.

 

Die Revolution von Echnaton

1369 v. Chr. übernahm Amenophis IV. von seinem kranken Vater Amenophis III. die Herrschaft über Ägypten. Während seiner Erziehung wurde er im Tempel der Sonne in On (Heliopolis) geschult, wo die Priester ihm die Hingabe zu Aton einimpften. Als er Pharao wurde, erhielt er die Einweihung in Geheimnisse der Sonne, die von seinem Urgroßvater weitergereicht wurden. Er lernte, dass Aton der Eine Wahre, Selbsterschaffene, aber nichtmanifeste Gott war und die meisten von den anderen Göttern, einschließlich Amun-Ra, von den Menschen geschaffen wurden. Früh in seiner Herrschaft änderte er seinen Namen in Echnaton, d. h. „den Diener des Aton.“ Im Gegensatz zu seinem Urgroßvater hatte er keine Toleranz für spirituelle Unwissenheit.

Echnaton initiierte eine Änderung des religiösen Klimas von einem auf Angst beruhenden Polytheismus mit seinem Todes-Kult, den magischen Amuletten, zahlreiche Götzen, Tieropfern und geheimen Ritualen einer mächtigen Priesterschaft, zu einer mehr hingebungsvollen Religion, die frei war von Götzenbildern, Magie und der Besessenheit vom Leben nach dem Tod. Es wurde Wert gelegt auf Ehrfurcht vor dem Sonnenlicht, auf Sauberkeit und einfache Bestattung. Die Bürger durften in Freiluft-Tempeln ungehindert ihre Gottesverehrung ausüben, mit dem Darbringen von Früchten, Blumen und Weihrauch, wie es schon in der ursprünglichen Sonnen-Religion im alten Ägypten geschah.

Die Aton-Tempel hatte keine Kult- und Götzenbilder außer jenem einen, das von Echnaton erdacht wurde – eine Sonnenscheibe, von der Strahlen ausgingen, an deren Enden sich Hände voller Anmut befanden. Einige von diesen Händen hielten ein Ankh, das Symbol des Lebens, in Richtung der in die Sonne schauenden Gläubigen.

Aton 1

Diese Symbolik zeigt, dass Echnaton die Beziehung zwischen Sonnenlicht, Prana und Atem verstanden hatte. Er wusste, dass das Sonnenlicht die Quelle allen Lebens auf Erden ist. Es war keine Verehrung der physischen Sonne, sondern die Anbetung des einen Gottes, der obersten Gottheit, deren Geist im Himmel war und deren physische Manifestation die Sonne war – das Symbol des Lebens.

Es wandelte die Anbetung der Sonne als Gott in die Anbetung Gottes, symbolisiert durch die Sonne.

Malereien und Schnitzereien von Aton wurden immer mit einer Art hieroglyphischer Fußnote versehen, dass es sich nur um eine Darstellung des allumfassenden Schöpfers handle.

Aton 2

So errichtete Echnaton die erste monotheistische Religion, indem er Aton über Amun-Ra und andere Götter erhob. Seine Mutter, Teje, trug viel dazu bei zu vermitteln. Es gab eine Flut von Kontroversen, hervorgerufen durch Echnatons unerschrockene Opposition gegen die mächtige Priesterschaft von Amun-Ra. Nachdem sie jedoch gestorben war, ergriff er die Offensive und befahl seinem Heer die Priesterschaft aufzulösen und ihre falschen Götter zu verunstalten.

Echnaton liebte es bei Zeremonien als Hohepriester des Aton zu amtieren.

Das folgende Zitat aus einem Dekret von Echnaton zur Gründung seiner Hauptstadt Achetaton zeigt, dass das morgendliche Schauen in die Sonne ein tägliches Ritual des Atonismus war:

„Jedes Auge schaut ihn ungehindert während er das Land mit seinen Strahlen erfüllt und Jedem Leben spendet. Indem ich ihn sehe, der mir täglich meine Augen zufrieden stellt, wenn er aufsteigt in diesen Tempel und ihn füllt mit seinem eigenen Selbst, mit wunderschöner Liebe. Mittels seiner Strahlen umarmt er mich und gibt Leben und Macht für immer und ewig.“

Während dieser Zeremonien sangen Echnaton und seine Gemeinde die Hymnen zu Ehren von Aton.

Obwohl die überwiegende Mehrheit der Ägypter dem Atonismus nicht viel Glauben schenkte und Echnatons Hof die Rituale der äußere Religion auch nur aus einem Gefühl der Pflicht heraus befolgte, gab es einen inneren Kreis von etwa 300 Eingeweihten, die die Geheimnisse der Sonne von Echnaton lernten.

Unter ihnen war Joseph, der Sohn von Jakob, der nach Robert Feather, in ‚The Mystery of the Copper Scroll of Qumran’, Echnatons Wesir Nacht war.

In der Bibel wird erwähnt, dass Joseph die Tochter Asenath des Priesters Potifera, der ein Priester des Aton in Heliopolis war, heiratete. Archäologen entdeckten eine Privatkapelle für Aton in den Ruinen des Hauses von Nacht in Achetaton. Robert Feather meint, dass nach Echnatons Tod einige der Eingeweihten in den Sonnen-Tempel von Heliopolis gingen, und dass andere, darunter Joseph und seine Familie, zur Elefanteninsel im Lande Kusch (Äthiopien) zogen, wo sie einen weiteren Sonnentempel bauten und dort einen Zweig des Judentums gründeten, der bis heute existiert.

Sungazing 3

 

Die Geheimnisse bildeten die Basis für die jüdisch-christliche Tradition

Nach dem Tod von Echnaton wurden von Fanatikern der etablierten Religion die Lehren des Atonismus, seine Rituale und Regeln, fast vollständig zerstört. Das war in der Vergangenheit das Schicksal von allen Geheimlehren, die sich auf die Sonne bezogen. Die meisten Historiker und religiösen Schriftsteller denken, dass Echnatons Monotheismus eine kurze Verirrung in einer langen Tradition des ägyptischen Polytheismus war, und dass diese Lehre mit ihm starb.

Aber verborgen in den Seiten von historischen und biblischen Texten gibt es Hinweise darauf, dass seine Ideen im jüdischen Glauben überlebten. Zum Beispiel ist der Psalm 104 fast identisch mit der Hymne an Aton. Sie überlebten aber auch in den geheimen Lehren der Essener und der Therapeuten-Bruderschaften, die dem frühen Christentum zugeordnet werden.

In der ‚Geschichte von Ägypten’ des ägyptischen Priester Manetho steht:

„Moses, ein Sohn aus dem Stamm Levi, in Ägypten erzogen und eingeweiht in Heliopolis, wurde ein Hohepriester der Bruderschaft… Er wurde er von den Hebräern zu ihrem Führer gewählt, und er hat die Wissenschaft und die Philosophie, die er durch die ägyptischen Mysterien erhalten hatte an die Ideen seines Volkes angepasst, und er begründete in seinem Land einen Zweig der ägyptischen Bruderschaft von denen die Essener abstammen.

Das Dogma vom „einzigen Gott“, das er lehrte, war die Interpretation der Ägyptische Bruderschaft und die Lehre des Pharaos Echnaton, welcher die erste monotheistische Religion in der Geschichte der Menschheit einführte. Die Tradition, die er so begründete, war nur Wenigen vollständig bekannt, und wurde erhalten in den Mysterien der Geheimgesellschaften, den Therapeuten von Ägypten und den Essenern.“

Nach seiner Rückkehr aus Heliopolis wurde Moses wegen seiner Atonistischen Ideen zu einem Ärgernis für die Priester des Amun-Ra und den Hof von Ramses II. Der Historiker Josephus schrieb, dass Moses auf eine militärische Expedition nach Kusch gesandt wurde, auf Drängen der Höflinge des Pharaos, im Bestreben so den „Dissidenten“ los zu werden. In Kusch fand er nicht nur eine Frau, sondern auf der Elefanteninsel-Insel auch eine weitere Außenstation des Atonismus. Robert Feather meint, dass es in der Wildnis von Kusch war, wo Moses den brennenden Busch sah und seine Mission empfing.

Flavia Anderson, behauptet in ‚The Ancient Secret: Fire from the Sun’ (Feuer von der Sonne), dass der brennende Busch in Wirklichkeit ein kleiner, goldener Baum war mit einem Kristall, der das Sonnenlicht so hell reflektierte, dass es schien als ob der Baum in Brand wäre. Ein ähnlicher Talisman, genannt Punchao, wurde von den Inkas benutzt um Gläubige in Trance zu setzen, so dass sie Lichtwesen sehen und mit ihnen kommunizieren konnten.

Anderson setzt diesen goldenen Baum auch in Beziehung zu Urim und Thummin der Juden (oft als Orakelsteine bezeichnet, Anm.d.Ü.). Es handle sich dabei um einen Kristall in einem goldenen Ständer, durch den der Hohepriester mit Gott kommunizierte. Anderson meint, dass Moses während der Initiation im Sonnentempel von Heliopolis diesem goldenen Baum begegnet sei. Es ist jedoch wahrscheinlicher, dass er ihn im Tempel auf der Elephanten-Sonneninsel sah, kurz bevor er nach Ägypten zurückkehrte. Es ist auch wahrscheinlich, dass einige der Aton-Priester, die Nachkommen von Joseph und seiner Familie waren, der Mission von Moses beitraten. In der Bibel ist aufgezeichnet, dass es während des Exodus zwei rivalisierende Fraktionen von Priestern gab. In der einen Fraktion hatten sie ägyptische Namen wie Korach, Dathan und Abiram und On.

In ‚The Secret Initiation of Jesus in Qumran’ von Robert Feather wird gezeigt wie die Nachkommen von diesen ägyptischen Priestern, deren Ursprünge in die Zeit von Echnaton liegen, ihren Zusammenhalt behalten konnten bis in die Anfänge der Qumran-Essener (610 v. Chr.).

Als sie nach Kanaan kamen siedelten sie sich um Siloh an und wurden bekannt als Siloniten-Priester. Sie wurde prominent zur Zeit von Ezechiel (589 v. Chr.), Onias IV (160 v. Chr.) und Jesus (4 v. Chr.). Dies waren auch die Zeiten, als die Essener aktiv waren.

Moses SinaiBasierend auf dem Siloniten-Priestertum praktizierten die Qumran-Essener ein viel reineres Judentum als das Judentum der übrigen Israeliten, wo sich Tieropfer, Idole, Amulette und Begräbnisse mit weltlichen Gütern eingeschlichen hatten – was von den Essenern abgelehnt wurde. Während des Exodus waren diese Priester für Moses und gegen die Priester des Aaron. Es ist wahrscheinlich, dass die Priester des Aaron, welche – während Moses auf dem Berg war – rückfällig wurden in die Vergötterung des Goldenen Kalbes (die ägyptische Göttin Hathor) auch verantwortlich waren für die Wiedereinführung des Blutopfers, einer anderen ägyptischen Praxis, die im Atonkult verboten war. Auf dem Berg Sinai gab Gott Moses den ersten Satz von Gesetzestafeln als Geschenk an die Hebräer. Die Abbildung zeigt einen Ausschnitt aus einem Gemälde von Beccafumi. Moses empfängt die Tafeln aus der Sonne, die als eine Öffnung im Himmel dargestellt ist.

Als Moses jedoch vom Berg herunter kam und sah wie die Menschen zurück in den Götzendienst gefallen waren, realisierte er dass sie nicht bereit für das, was auf den Tafeln stand. Er zertrümmert sie und ging zurück auf den Berg, wo Gott ihm zehn einfache Gebote übergab, eingraviert auf einem zweiten Paar von Tafeln.

Was stand wohl auf dem ersten Satz von Tafeln? Vielleicht die Sonnen-Geheimnisse!
In jedem Fall wurden die Mysterien von Mund zu Mund weitergegeben, von Moses über die Siloniten-Priester an die Essener.

Archäologen fanden in den Katakomben von Rom eine Zeichnung von Jesus bei der Auferweckung von Lazarus von den ToJesus Lazarusten, wo er einen Stab der Macht hält (s. Abbildung rechts).

Es zeigt, dass die frühen Christen verstanden, dass die Kraft von Jesus aus der Sonne kam. In der Bibel wird festgehalten, dass kurz bevor Jesus Lazarus erweckte, er „seine Augen erhob“ zur Sonne und betete. Die Rute ist ein Symbol für die Lebenskraft, die nicht nur die ägyptischen Sonnengötter in der Hand halten, sondern auch die Götter aus Babylonien, Indien und Peru, wie man auf Gemälden und Steinreliefs erkennen kann.

Viele Gelehrte kommen heute zur Ansicht, dass Jesus ein Mitglied der Qumran-Essener-Bewegung war und dass viele seiner Lehren den Essener Lehren ähnlich sind. Die Essener und die Therapeuten betrachteten sich als die Kinder des Lichts, und ebenso die frühen Christen.

Gene Savoy legte in seinem Buch ‚The Essaei Document: Secret Teachings of an Eternal Race’ (Das Essaei-Dokument: geheime Lehren einer ewigen Rasse) dar, dass Jesus die geheimen Lehren der Essener empfangen hatte, die er die Paradosis nennt, einen Vergöttlichung-Prozess, mit dem man unsterblich wurde. Savoy deutet an, dass das ‚In die Sonne schauen’ (Sungazing) ein Schlüsselfaktor in dieser geheimen Lehre darstellte. Er schrieb:

„Dass die Essaei [Essener] in diesen Zeiten [Sonnenauf- und Sonnenuntergang] in die Sonne schauten deutet darauf hin, dass die Sonne als Vermittler benutzt wurde, um die Erdenmenschen durch ‚Schnüre des Lichts‘ mit dem Himmel zu verbinden … und durch göttliche Nahrung genährt wurden, so wie auch die Engel ernährt werden …“

Die Therapeuten glaubten, dass reine Seelen zur Sonne zurückkehren würden und Sonnenlicht in der Tat die himmlische, unzerstörbare Nahrung der Seele sei.

Sungazing 4Die „Schnüre des Lichts“ von Savoy, mit denen alle verbunden sind, kann man sich als ein Energienetz vorstellen. Die Sonne ist ein Teil dieses Energienetzes, die Erde ist der andere. Savoy schrieb an anderer Stelle: „Die Anhänger des Mithras versammelten sich auf den Gipfeln oder standen in den Gewässern, und hoben ihre Hände im Gebet der aufgehenden Sonne entgegen.“ Und in Project X erwähnt Savoy, dass auch Sonnenanbeter in Peru auf den Gipfeln der Berge oder den Sonnentempeln standen. Dies erinnerte mich an die Energie-Vortexpunkte und die Ley-Linien der Erde, welches Brennpunkte und Linien von elektromagnetischer Energie sind, die in der Regel auf hohen Punkten auf der Erdoberfläche und in Flussbetten gefunden werden.

Richard Leviton und Robert Coons stellten in „Ley Lines and the Meaning of Adam“, in einem Kapitel aus „Anti-Gravity and the World Grid“, fest, dass das elektromagnetische System unseres Körpers, die gesamte Biosphäre und die Erd-Gitternetze Teil eines viel größeren Sonnensystem-Rasters sind und alle miteinander verbunden sind. Und die Energie, die dieses Gitternetz speist, ist das Licht Gottes. Sie schreiben:

„Der Tempel der Landschaft, hergestellt aus Steinen und Kristallen … verbindet Himmel und Erde durch die Menschen. Der terrestrische Tempel fungiert auch als eine Art Gitter-Tür, durch welche das menschliche Bewusstsein … diese Ebene verlassen kann und ins ‚Reich der Götter‘ eintreten kann [welches William Henry „die Dimension der Seligen“ nannte]. Durch diese Gitter-Türen können die Götter auch ihre spirituellen Schwingungen und Nachrichten senden.“

Vielleicht ist das die Art, wie Gott auf dem irdischen Tempel des Berg Sinai die Geheimnisse der Sonne und dann die zehn Gebote an Moses channelte. Es ist bezeichnend, dass wichtige Ereignisse im Leben Jesu auf Berggipfeln und in Strömen stattfanden (Taufe, seine letzte Versuchung, die Bergpredigt, seine Verklärung, sein Tod und seine Himmelfahrt).

Jesus übergab die Geheimlehren der Essener und die Mysterien der Sonne an seine Jünger weiter, darunter Maria Magdalena. Die frühen Christen, die nicht in diese Lehren eingeweiht waren, verehrten den Geist Christi in der Sonne. Aber um das dritte Jahrhundert herum verfielen sie dem Personenkult der Anbetung Jesu, der bis heute andauert.

Fragmente dieser geheimen Unterweisungen findet man in den Schriftrollen vom Toten Meer, in den apokryphen Texten, die bekannt sind als Pistis Sophia und im Essener Evangelium des Friedens. Letzteres war während Jahrhunderten in der Vatikanischen Bibliothek versteckt, bevor es 1928 von Edmond Bordeau Szekely entdeckt wurde.

In der Pistis Sophia, einem alten Evangelium, das tausend Jahren lang unterdrückt wurde und von den orthodoxen Kirchen auch nach ihrer Veröffentlichung im letzten Jahrhundert weiterhin ignoriert wurde, erklärt Jesus nach seiner Auferstehung die Sonnen-Geheimnisse und wie notwendig sie sind für das Eingehen in das Königreich des Himmels:

„Ihr sollt nach den Geheimnissen des Lichtes suchen, welches den Körper von der Materie reinigt und überaus rein macht in verfeinertem Licht. Amen, ich sage euch … Ich habe mich zerrissen und brachte ihnen alle Geheimnisse des Lichts, damit sie gereinigt werden … sonst würde keine Seele des Menschengeschlechts gerettet werden, und sie würden nicht in der Lage sein, das Königreich des Lichts zu erben …“

Im Friedensevangelium der Essener gibt Jesus eine Lehre über die reinigende Rolle des Sonnenlichtes in der Feuertaufe. Er erzählt den Kranken, nachdem er Instruktionen über das Fasten gab:

“ …. und wenn danach noch etwas Unreinheit bleibt von den Sünden der Vergangenheit, dann sucht den Engel des Tageslichtes… Denn ich sage euch wahrlich, heilig ist der Engel des Tageslichtes, er reinigt alle Unreinheiten und verwandelt alle übel riechenden Sachen in einen süßen Geruch. Keiner kann vor das Angesicht Gottes treten, den der Engel des Sonnenlichtes nicht durchlässt. Wahrlich, alle müssen durch die Sonne und die Wahrheit wiedergeboren werden, euer Körper sonnt sich im Sonnenlicht der irdischen Mutter, und euer Geist sonnt sich in der Sonne der Wahrheit des himmlischen Vaters.“

Sungazing 5

Der Empfang dieses Feuers durch das Schauen in die Sonne, mit Armen erhoben in einer Y-Position oder gebogenen Ellenbogen und ausgebreiteten Hände, wurde von den Griechen „blühendes Feuer“ genannt, weil die so kanalisierte Strahlung oder Essenz der Sonne die Verunreinigungen im Solarplexus, der übrigens der Sonne und dem Feuer zugeordnet ist, verbrannte.

Hindu Sungazing

Man kann Wand-Reliefs, Gemälde, Statuen, Holzschnitzereien und Fotografien von Sonnenanbetern aus aller Welt finden – Hindus, Muslime, Indianer, Ägypter, mittelalterliche Mönche, Russen, Inkas und sogar in prähistorischen Petroglyphen von Aborigines – alle mit erhobenen Armen. William Henry schrieb in ‚Mary Magdalene: The Illuminator’, dass als Jesus seinen Jüngern das Vaterunser lehrte, er ihnen auch diese Gebets-Position lehrte, welche er von den Ägyptern erhalten hatte, die sie die Ka-Position nannten.

Auch Moses hatte es von den Ägyptern gelernt und benutzte es, um das Licht Gottes anzurufen während des Kampfes der Israeliten gegen die Amalekiten. Bezeichnenderweise gewannen sie die Schlacht bei Sonnenuntergang.

Dies führt uns zur Betrachtung eines weiterer Teils der durch die Pistis Sophia offenbarten Geheimnisse, die der Macht des gesprochenen Wortes. Die Seele, um getrennt zu werden vom falschen Geist, muss „das Geheimnis der Auflösung der Siegel und Loslösung aus allen Schulden“ äußern. Dies ist die Wissenschaft des gesprochenen Wortes, das Aussprechen der Heiligen Mantras, der Gebete und Lieder, welche das „sündhafte Ich“ und die „karmischen Aufzeichnungen“ des Individuums entfernen oder zurückhalten.

Diese geistigen Wissenschaften und Techniken wurden nicht allen Gläubigen offenbart. Nach der Pistis Sophia wurden diese Geheimnisse nur jenen Eingeweihten gegeben, die sich nach jahrelangen Prüfungen als würdig erwiesen haben. Sie wurden auch geheim gehalten wegen der Gefahr verfolgt zu werden.

 

Die Geheimnisse überleben die Verfolgung während des Mittelalters

Alvin Boyd Kuhn schrieb in ‚Lost Light’, die Anbetung der Sonne:

„war der Herzenskern aller Religionen und Philosophien überall auf der Welt bevor das dunkle Zeitalter die Sicht auf die Wahrheit verdeckte … Die fürchterlichen Schatten des dunklen Zeitalters werden nicht verschwinden, bis die hell leuchtende Sonnen-Weisheit erneut freigegeben wird, um die gottverlassene Modernität zu erleuchten.“

Während des Mittelalters haben die Geheimnisse der Sonne überlebt und wurden überliefert über

  • die Templer
  • die Katharer
  • die Paulizianer
  • die Bogomilen
  • andere Gnostiker

Viele dieser Heiligen wurden von der römisch-katholischen und den östlichen orthodoxen Kirchen brutal ermordet in einem Versuch, ihre Lehren zu unterdrücken, welche die Autorität der Kirchen bedrohten.

Einer der am meisten inspirierten Gnostiker war Saul von Tarsus. Saul erlebte eine Konvertierung und Gnosis auf dem Weg nach Damaskus. Gemälde dieser Erfahrung zeigen in der Regel wie Saul geblendet wird durch die Mittagssonne, die durch einen Bruch in den Wolken direkt auf ihn scheint.

Saulus - Paulus

In The Essaei Document, behauptete Gene Savoy, Saul habe erfahren, dass die Essener Sungazing praktizierten um mit Gott zu kommunizieren. Als Saul dies ausprobierte erhielt er eine mächtige, sein Leben transformierende Nachricht, die ihn vorübergehend für drei Tage, in denen er nicht essen und trinken konnte, blind und geistesgestört zurück ließ.

Dr. Gustav Fechner, der Vater der Psychophysik, experimentierte 1840 mit In-die-Sonne-schauen durch farbige Filter und Flüssigkeiten. Er tat es am Mittag und wurde als Folge davon blind und verrückt. Nach viel Gebet und Meditation in einem dunklen Raum erholte sich Augenlicht und Verstand. Er begann Auren zu sehen und Engel, die er „Wesen von der Sonne“ nannte.

Sokrates lehrte in seiner Akademie, dass persönliche Transformation nur durch das Verständnis des Wortes Gottes und des Lichts möglich sei, und dass dies nur durch eine innere Beleuchtung mittels Absorption von der Sonne erreicht werden könne. Saul der Verfolger wurde anscheinend von der Sonne in Paul den Bekehrer umgewandelt.

Clemens von Alexandria schrieb, dass Paul sagte, bevor er nach Rom ging, dass er den Brüdern die Gnosis bringen wolle, die Tradition der verborgenen Mysterien, als die Erfüllung der Segnungen des Christus. Wie Clemens meinte, bedeute dies die Enthüllung des geheimen Wissens der gnostischen Mysterien, d. h. Enthüllungen die einen Zustand des höheren Bewusstseins ermöglichen. Solch ein Zustand kann durch tiefe Meditation, durch Singen und durch Sungazing erreicht werden.

Leider wurde Paul in Rom verhaftet und wenige Jahre später hingerichtet. Seine wahren Lehren über die Geheimnisse der Sonne blieben für mehrere Jahrhunderte verschollen, bis sie in Armenien und Syrien während des späten 7. Jahrhunderts durch die Paulizianer wiederbelebt wurden. Diese Gruppe wurde so genannt, weil ihre Lehren die gnostischen Mysterien beinhaltete, welche durch St. Paul gegeben wurden, als auf seinen Apostelreisen den Balkan und Syrien besuchte.

Die Paulizianer wurden im neunten Jahrhundert verfolgt und dezimiert, doch gab es bis vor verhältnismäßig kurzer Zeit einen armenischen Sonnenkult, deren Anhänger waren bekannt als Arevorti, „Kinder der Sonne“.

Im zehnten Jahrhundert entstand eine neue gnostische Bewegung, die der Bogomilen in Bulgarien, die viele gleiche Überzeugungen und Praktiken hatten wie die Paulizianer, einschließlich der Sonnenanbetung. Jedoch beruhten ihre Lehren auf dem Johannes-Evangelium. Zu Beginn des 12. Jahrhunderts begann Byzanz die Bogomilen zu verfolgen. Viele wurden getötet, aber einige flohen nach Italien, ins südliche Frankreich und anderswohin.

Um die Mitte des zwölften Jahrhunderts entstanden gnostische Schulen wie die des Templerordens und der Katharer und verbreiteten sich über ganz Westeuropa. Diese waren die westeuropäischen Kollegen der osteuropäischen Bogomilen.

Die Katharer, „die Reinen“, und die Templer konzentrierten sich in den Regionen Languedoc und Midi in Südfrankreich. Die Katharer behaupteten, das Buch der Liebe (AMOK) zu besitzen, die initiatorische Originalversion des Buches Johannes (das einzige Evangelium, das die Bogomilen, die Katharer und die Tempelritter lasen), welches wahrscheinlich die Sonnen-Geheimnisse enthielt. Darin wird erklärt, dass ein Funke oder eine kleine Sonne des Christus-Lichtes im Menschenherz wohne und gelehrt, wie man es nähre und fördere als einen Samen der Göttlichkeit, so dass es zur Rose erblühe wie in der ursprünglichen Rosenkreuz-Mysterienschule.

Diese Lehre, die angeblich einen Menschen in ein göttliches Wesen verwandeln konnte, war im Besitz von

  • Thutmoses III
  • Echnaton
  • Moses
  • Salomo
  • Jesus
  • John dem Geliebten

Es wird angenommen, dass sie allen Hass, alle Wut und alle Eifersucht aus den Herzen der Menschen zu löschen vermag.

Die Katharer glaubten, dass der Schlüssel zu dieser göttliche Verwandlung das richtige Verständnis der Symbolik der Eucharistie sei, also von Brot, Wein und Heiligem Gral. Das Licht der Sonne ist das Brot, ihre Wärme ist der Wein. Der Heilige Gral ist das dritte Ventrikel (Hohlraum) im Gehirn, welches die Zirbeldrüse und Hypophyse enthält.

EpiphyseHypophyse

Dieses Geheimnis nannten die Katharer das Consolamentum („mit der Sonne im Geist“) und wurde vor den Nichteingeweihten verborgen.

Die Katharer glaubten, dass der Mensch das Königreich des Gottes durch seine Seele betrat, von der Descartes annahm, dass sie ihren Sitz in der Zirbeldrüse habe. Sie glaubten, dass die solaren Elemente der Eucharistie in Leib und Blut Christi sich in ihnen selbst transubstantionierten.

Das Transsubstantiation stammt aus dem lateinischen Trans, über, und Substantia, Substanz.

Diesen Stoff oder Drüsen-Absonderung, gefangen vom Heiligen Gral (das dritte Ventrikel), nennen

  • die Hindus Amrita, „das Elixier der Unsterblichkeit“ und
  • die Griechen Ambrosia, „Nektar der Götter.“

William Henry schrieb in Mary Magdalene: The Illuminator:

„Die okkulten Mysterien sprechen von einem Schlüssel, der erforderlich ist, um die mystischen Geheimnisse der Erleuchtung zu entsperren. Insbesondere geht es beim verlorenen Geheimnis der Templer … um den Aufbau eines besseren Menschen durch die Absonderung von Sekreten des erstaunlichen Herstellungsbetrieb spiritueller Öle, dem menschlichen Gehirn. Dieses Öl, diese Essenz war das Schlüsselgeheimnis der Maria Magdalena und der Essener, wiederentdeckt durch die Templer zwischen den Tempeln. Der Schädel [speziell der dritte Ventrikel] ist … der Kelch des Lebens, ist der Gral, der diese Sekrete aus dem Gehirn auffängt …

Endziel der Templer war die Wiederherstellung des gnostischen Monotheismus in der Welt, der Christentum, Judentum und den Islam in einem neuen Königreich des Himmels auf der Erde vereint.

Die „neuen“ Menschen, die dieses neue Jerusalem (oder Neu-Atlantis) bewohnten, würden das Geheimnis des himmlischen Königreichs innerhalb des Gehirns kennen und es verkörpern. Sie würden wissen, wie das Gehirn die Fähigkeit hat … das Elixier des Lebens, das heilige Soma, das Tonikum der Unsterblichkeit zu produzieren – alles Begriffe, die sich auf die kosmische Essenz oder Gehirnsubstanz beziehen.“

Von den Essenern wurde es auch Christos(-Salbungs-Öl) genannt.

Wie ihre Vorläufer, die Bogomilen, pflegten auch die Katharer das Singen von Hymnen. Zusammen mit dem Sungazing war dies ein Schlüssel zur Aktivierung der Zirbeldrüse und zur Produktion des Christos-Öls. Das Chanten (Singen) und die Verwendung von Mantras kann die Zirbeldrüse wecken, weil sie oberhalb der Einmündung in den dritten Ventrikel sitzt, einer Kammer, die mit Liquor cerebrospinalis gefüllt ist (Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit, nicht fachsprachlich auch „Nervenwasser“, Anm.d.Ü.). Durch seine Lage oberhalb der Einmündung in eine Flüssigkeits-Kammer ist die Zirbeldrüse einzigartig positioniert, um auf Schall-Vibrationen zu reagieren.

Manly P. Hall, erklärte in The Opening of the Third Eye (Die Öffnung des dritten Auges), dass die Zirbeldrüse „vibrierend mit einer sehr hohen Geschwindigkeit die eigentliche Ursache von wahrer spiritueller Erleuchtung ist.“

Die Glückseligkeit, die während des Sungazings und Singens erlebt wird ist nicht nur ein gewöhnliches Hochgefühl. Nach William Henry ist die Glückseligkeit, die von Christos erzeugt wird, ein Zustand des extremen Glücks und der Freiheit von Anhaftung, konditionierten Reaktionen und Angst. Es ist der Schlüssel, um das himmlische Königreich zu betreten.

Omraam Mikhael Aivanhov sagte, dass nur diejenigen, die glücklich und unbeschwert wie Kinder sind in das Himmelreich eingeben können.

Die Lehren der Katharer waren eine echte Bedrohung für die junge katholische Kirche. Im Gegensatz zu den Katharern vermochte die Kirche von Rom bei den Menschen keine Substanz zu produzieren, die eine Erfahrung der göttlichen Glückseligkeit hervorgerufen hätte. Und wenn sie um die Möglichkeit gewusst hätte, hätte sie es von den Menschen fern gehalten. Dies ist der Grund, warum die Kirche sie vernichten musste.

Glücklicherweise leben wir heute im Zeitalter der geistigen Freiheit, und jeder kann die Wissenschaft des gesprochenen Wortes und Techniken des Sungazings lehren und lernen – von Sonnen-Yogi Hira Ratan Manek und anderen. Obwohl das Licht der Katharer im 13. Jahrhundert ausgelöscht wurde, wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Lehren der Bogomilen von Meister Peter Deunov und seinem Chef-Schüler Omraam Mikhail Aivanhov wiederbelebt.

 

Die Geheimnisse der Sonne enthüllt

Am 31. Januar 1900 wurde in einer armen Familie in Serbtzi, einem kleinen Dorf in Mazedonien, Mikhael Aivanhov geboren.

Während seiner Kindheit und Jugend wurde er inspiriert durch das Lesen das Johannes-Evangeliums, der Lebensbeschreibungen von Heiligen und durch Bücher über Yoga. Dies führte ihn, im Alter von 15 Jahren, zu einem Erlebnis der Erleuchtung oder Samadhi.

Aivanhov

Er ging an die Küste, um in die aufgehende Sonne zu schauen. Nach einer kurzen Zeit der Meditation und des Sungazings spürte er die Anwesenheit eines himmlischen Wesens. Plötzlich in eine Wolke aus brillierendem Licht getaucht, wurde er in einen Zustand der Ekstase gestürzt. Später erklärte er:

„Es war so schön, dass ich neben mir selbst war. Und solch ein Wesen, mit alle diesen Farben, all dieses Licht zu sehen! Ich war fast unsichtbar in der außergewöhnlichen Lichtflut, die mich umgab. Ich fand mich mit Licht geflutet. Ich war in einem Zustand der Glückseligkeit, der Ekstase, so groß, so stark, dass ich nicht mehr wusste wo ich war. Es war eine wahnsinnige Freude; es war der Himmel; es war das Universum! Seitdem habe ich das Gefühl, dass wenn Gott nicht allumfassende Schönheit wäre, dass ich dann nicht an ihn glauben könnte. Es ist die Schönheit, die in meinem Geist als das eine Wesentliche bleibt, nicht Kraft, noch Wissen, noch Reichtum, noch Ruhm. Nur Schönheit!“

Auf der Grundlage seiner eigenen spirituellen Erfahrungen und dem Lesen von dem was er das „Buch der Natur“ nannte, entdeckte er die Geheimnisse der Sonne bevor er sie von Peter Deunov gelehrt bekam. Mikhael und sein Meister gingen zusammen in der Stille der Vordämmerung meditieren, um anschließend dem Sonnenaufgang zuzusehen. Deunov gab ihm auch die grundlegenden Methoden und Übungen für Mantra, Gebet und geistlichen Gesang: die Geheimnisse des gesprochenen Wortes.

1959 reiste er nach Indien, wo er zahlreiche Ashrams besuchte und mehrere spirituelle Führer traf. Er wurde von mehreren angesehenen hinduistischen Weisen als ein vollendeter ‚Meister in eigenen Recht’ begrüßt. Ein Adept feierte ihn als „Sonnen-Rishi“ (Seher und mystischen Weisen). Ein anderer gab ihm seinen spirituellen Namen Omraam. Ein der Meister, den er traf, war der unsterbliche Bodhisattva Babaji, der 1992 und 1998 einem anderen Lehrer des Sungazings, Sonnen-Yogi Hira Ratan Manek, seinen Segen gegeben hat.

Hira R M

Von zentraler Bedeutung für die Lehre von Omraam ist das Konzept des Lichts. Er sah im Licht die erste Emanation des Göttlichen, das die göttlichen Qualitäten mehr als jede andere Manifestation beibehalten konnte. Er betonte: „Licht ist ein lebendigen Geist, der von der Sonne kommt und eine direkte Beziehung mit unserem eigenen Geist herstellt .“ Er erklärt, wie wir Licht nutzen können, um uns zu transformieren und zu strahlen wie die Sonne. In ‚Die Pracht von Tiphareth’, schrieb er:

„Nur die Strahlen der Sonne können alles ersetzen was unrein ist, abgenutzt oder verdunkelt in dir, aber sie können es nur dann, wenn du lernst, sie zu empfangen. Wenn du sie mit deinem ganzen Herzen begrüßest, werden sie anfangen, ihre Arbeit zu tun und den ‚Alten‘ in dir zu ersetzen, so dass du vollständig regeneriert, erneuert und wieder zum Leben erweckt wirst; deine Gedanken, Gefühle und Handlungen werden alle anders werden. Nur die Strahlen der Sonne sind in der Lage diese Transformation in dir zu erzielen.“

Omraam liebte es, über den Geist der Sonne zu sprechen. In dieser Hinsicht stimmt seine Philosophie mit den jahrhundertealten Geheimnissen der Sonne überein, die lehrten, dass die wahre Sonne nicht der Stern ist, der am Himmel sichtbar ist, sondern die unsichtbare geistigen Sonne, die Quelle allen Lebens, von Licht und von Liebe.

Er wies darauf hin, dass

“ … auf der physischen, materiellen Ebene, die Sonne die Tür, der Link und das Medium ist, dank derer wir in Kontakt treten können mit dem Herrn… Durch die Sonne arbeiten wir mit Gott selbst. Ich kann sagen, dass bestimmte Dinge, die kein Mensch mir beibringen kann, mir von der Sonne enthüllt worden sind. Kein Buch kann dir geben was die Sonne dir geben kann, wenn du lernst, die richtige Beziehung zu ihr zu haben… Wenn du eine Bindung herstellen möchtest [mit der Sonne], musst du sie mit vollem Bewusstsein anschauen. Wenn du dies tust, dann wird es eine Kommunikation von Schwingungen zwischen dir und der Sonne geben, in der Formen und Farben und eine völlig neue Welt geboren werden … Die Sonne ist eine Intelligenz, ein Leben, ein Lebens-Licht. Und wenn du das verstehst, fängt sie plötzlich an, zu dir zu sprechen … Versuche es, und stelle ihr eine Frage und du wirst sehen, dass sie dir antworten wird.“

Omraam starb 1986, doch seine Lehren über die Geheimnisse der Sonne leben in zahlreichen Büchern weiter. Mehr als 90 Bücher wurden in englischer Sprache veröffentlicht (und mehr als 100 in deutscher Sprache, sowie etliche CDs und DVDs, Anm.d.Ü.), und es gibt genügend Niederschriften aus seinen Hunderten von Vorträgen, die weitere 400 Bücher füllen würden.

Diejenigen Bücher, in denen es in erster Linie um die Geheimnisse der Sonne geht sind: ‚Sonnenyoga, die Herrlichkeit von Tiphareth’, ‚Auf dem Weg zur Sonnenkultur’, ‚Das Licht, lebendiger Geist’, und ‚’Dem Licht entgegen’. Louise-Marie Frenettes neu veröffentlichte Biografie ,Der Weg des Lichts Westen: Omraam Mikhael Aivanhov, ein Geistiger Meister im Westen’.
(Alle Titel deutsch im Prosveta Verlag)

Heute gibt es auf der ganzen Welt geistliche Gemeinschaften, die auf seinen Lehren beruhen und seine Rituale praktizieren.

 

Sungazing 6

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Dieser Artikel erschien erstmals in World Explorer 37 Band 5 Nr.1

Und kann auch auf folgenden Seiten (in englisch) gefunden werden:

http://www.bibliotecapleyades.net/mistic/religionsplanetearth88.htm

http://humansarefree.com/2014/10/mysteries-of-sun-revealed.html

WAYNE H. PURDIN ist ehemaliger Präsident der International Sun Imbiber’s Society (ISIS), Herausgeber von The Sun-Gazette und Leiter des Phoenix Hearts Centter. Wayne ist auch Dozent an New Wisdom University, www.newwisdomuniversity.com. Seine Website ist www.suncenterofphoenix.com.

 






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Veröffentlicht in Spirituelle Wissenschaft
8 commenti su “Sonnen-Geheimnisse enthüllt
  1. Kali sagt:

    Ich möchte darauf hinweisen, dass Michail Ivanov oder Omraam … wie er sich zu nennen pflegte, ein Schüler des Bodhisattva des 20. Jahrhunderts Beinsa Douno war, becor er nach Frankreich fing, um dessen Lehre zu verbreiten. In späteren Jahren wich er jedoch von dieser Lehre wesentlich ab. Die gymnastischen Übungen, die er mit seinen Schülern machte, beruhen auf der von Beinsa Douno aus der geistigen Welt heruntergeholten Paneurhythmie, haben aber keinesfalls diese mystische Wirkung wie das Original, in dem eine tiefe esoterische Bedeutung steckt.

    Mehr Beiträge zum Bodhisattva-Impuls von Beinsa Douno wird es nach und nach im Blog erzengelmichaelblog.wordpress.com geben, in dem im deutschen Sprachraum bisher unbekannte Tatsachen veröffentlicht werden.

  2. Sandra Ring sagt:

    Danke für das Teilen der Übersetzung!

  3. dnum sagt:

    ich habe die sonne auch so erlebt und danch immer wieder so zu ihr zurueckgefunden- wenn es mal dunkel war

  4. Danke für den wundervollen Artikel.

  5. Ein wunderbarer Artikel, der mich in meinem Gefühl bestätigt, daß die Sonnenenergie göttlich ist.

  6. m.baron sagt:

    eine beeindruckende zusammenfassung…danke…siehe auch http://www.kinich-ahau.org….die maya solar atmung….wir sind dran…
    enlaakech sonnenschwestern u brueder

  7. Lilly sagt:

    ein so bereicherndes Geschenk, herzlichsten Dank für diese Ausführungen!

  8. Renate sagt:

    Vielen Dank für diesen wunderbaren Artikel – so wahrhaftig!

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