Eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern möchte, dass ihr Asgardia beitretet – der ersten Raumnation

Dies ist der Link von Cobra über die Pressekonferenz zum Projekt Asgardia, übersetzt von Antares

Beschützer der Erde, vereinigt euch!
Dave Mosher, Business Insider, 12. Oktober 2016

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Ein neues Land Asgardia, benannt nach der Himmelsstadt der nordischen Mythologie, könnte die erste Nation sein, die jemals im Weltraum geschaffen wurde. Die Hoffnung ist, eine Mission zu beginnen, um Asteroiden abzubauen und die Erde vor gefährlichen Meteoriten, Weltraummüll und anderen Bedrohungen zu verteidigen.

So soll es gemäss dem ungewissen, ergebnisoffenen und kühnen Plan seiner Gründer werden.

Die Gruppe hinter dem Asgardia-Projekt umfasst Raumfahrtexperten aus Kanada, Rumänien, Russland und den Vereinigten Staaten, und sie gaben ihre souveränen Ambitionen in einer Pressekonferenz in Paris am Mittwoch kund.

Ihr Kerngedanke ist es, einen Roboter-Satelliten innerhalb der nächsten 18 Monate zu starten (60 Jahre nachdem Russland ‚Sputnik‘ ins Leben gerufen hatte, den ersten künstlichen Satelliten), um dann schliesslich mit einer permanenten Raumstation zu folgen, „in der die Menschen leben, arbeiten und ihre eigenen Regeln und Vorschriften haben“, sagte ein Gründungsmitglied dem Business Insider.

Die Hoffnung? Den „Weltraum zu demokratisieren“, sagen sie.

Letztlich stellen sich die Organisatoren vor, dass die Asgardier „ein supermodernstes Schutzschild bauen, was die ganze Menschheit vor kosmischen künstlichen und natürlichen Gefahren für das Leben auf der Erde schützt, wie Weltraummüll, koronale Massenausbrüche und Asteroidenkollisionen“, gemäss einer Presseerklärung per E-Mail.

„Wir müssen die Erde verlassen, weil das zutiefst in der Natur der Menschheit liegt“, sagte Ram Jakhu, der Direktor des Institut für Luft- und Weltraumrecht der McGill Universität und ein Asgardia-Projekt-Gründungsmitglied, dem Business Insider in einem Telefon-Interview vor der Pressekonferenz am Mittwoch .

„Die Menschheit hat Afrika verlassen und bedeckt den gesamten Globus. Die Ressourcen der Erde werden erschöpft sein“, sagte er. „Drittens, würde ich sagen, haben wir einen Wunsch, dorthin zu gehen, wo niemand zuvor gewesen ist.“

Wer ist Asgardia?

Timothy Wild, ein Sprecher des Konsortiums, wollte während unseres Telefonats nicht offenlegen, wie viele Forscher oder andere Experten derzeit am Projekt mitarbeiten.

Bislang konnten wir mindestens fünf zählen – gemäss den Materialien, die vom Unternehmen für Öffentlichkeitsarbeit übermittelt worden sind, für die Wild arbeitet:

Igor Ashurbeyli – Gründer des Internationalen Forschungszentrum für Luft- und Raumfahrt (AIRC) in Russland und neuer Vorsitzender des ‚Science of Space‘- Ausschuss‘ der UNESCO.

David Alexander – Direktor des Rice University‘s Space Institute.

Ram Jakhu – Direktor des Instituts für Luft- und Weltraumrecht an der McGill University.

Joseph N. Pelton – Direktor des Space and Advanced Communications Research Institute (SACRI)[Forschungsinstitut für Weltraum- und zukunftsweisende Kommunikation] an der George Washington University.

Dumitru-Dorin Prunariu – ein rumänischer Kosmonaut.

Wild stellte fest, dass das Projekt in seinem „frühen Stadium“ ist und hofft, dass die anfängliche Publicity Ingenieure, Wissenschaftler und andere Talente anziehen wird.

„Was wir jetzt tun, ist ein Ruf zu den Waffen, so wollen wir das Netz erweitern“, sagte er.

Neben den Experten ruft Asgardia auch Euch auf, sich ihren Reihen anzuschliessen.

„Die Website wird den ersten 100.000 Menschen erlauben, sich als Bürger von Asgardia zu registrieren, neben ihrer Nationalität auf der Erde“, sagt die Pressemitteilung.

Asgardia sucht auch in Form von ‚Crowdsourcing‘ seine Flagge, seine Abzeichen und sogar eine Nationalhymne.

Wie wird es finanziert?

Wild will das gegenwärtige Level ihrer Förderungen nicht offenlegen, doch behauptete, Ashurbeyli selbst hätte eine erhebliche Menge an Geld hineingesteckt, um das Asgardia-Projekt in Gang zu bringen.

„Wir sind absolut zuversichtlich, dass der Satellit innerhalb von 18 Monaten starten wird“, sagte Wild. „Doch in Bezug auf die absoluten Zahlen [an Geld], sind wir noch nicht da.“ Wild will auch nicht offenlegen, wie die Asgardia-Gründer planen, Bargeld zu erwerben, um ihre zukünftigen Bemühungen zu finanzieren.

Es wird wahrscheinlich zig Millionen von Dollar brauchen, um zu starten, und vielleicht Milliarden, um fortgeführt zu werden.

Bedeutsame, faustgrosse Satelliten, genannt Nanosats, können für rund Millionen von Dollar gebaut und gestartet werden. Doch grössere Objekte loszusenden erfordert leistungsfähigere und teurere Geräte.

Gegenwärtig ist einer der billigsten Flüge in die Umlaufbahn ein paar hundert Meilen über der Erde eine Falcon 9-Rakete, und SpaceX benötigte ungefähr US $ 60 bis US $ 65 Millionen für den gesamten Flug (einige Unternehmen teilen den Nutzlastraum und die Kosten).

Mittlerweile braucht es 18 Nationen und über 100 Mrd. US $, um die Internationale Raumstation (ISS) zu bauen und zu betreiben.

Dürft ihr tatsächlich eine neue Nation im Weltraum bilden?

In einer Pressemitteilung per E-Mail sagte Ashurbeyli, dass „Asgardia eine vollwertige und unabhängige Nation ist, und ein künftiges Mitglied der Vereinten Nationen – mit allen Attributen, die dieser Status bedeutet“.

Doch ist nach aktuellem internationalem Weltraumrecht das Land, das ein Objekt in den Weltraum startet, verantwortlich für dieses, einschliesslich des Schadens, den sie den Bewohnern der Erde zufügen[würden].

„Das Projekt wird einen neuen Rahmen für das Eigentum und die nationale Identität im Weltraum erschaffen, was die aktuellen Weltraum-Gesetze in ihrer Verantwortlichkeit, dem Privateigentum und bezüglich Wirtschaftsunternehmen anpassen wird, so dass sie fit sind für einen bestimmten Zweck in der neuen Ära der Weltraumforschung“, so die Organisation.

„Durch die Erschaffung einer neuen Raumnation werden private Unternehmen, Innovationen und die Weiterentwicklung der Raumfahrttechnologie, um die Menschheit zu unterstützen, frei von den strengen Auflagen der staatlichen Kontrolle gedeihen, die derzeit existieren.“

Inwieweit wird sich das von der ISS unterscheiden?

„Die ISS ist ein Joint Venture. Es gibt keine Organisation, die ‚ISS’ genannt wird“, sagte Jakhu. „Es ist nur eine Einrichtung, von der Teile durch verschiedene Nationen kontrolliert werden. Es ist mehr oder weniger eine Wohnung.“

Aber wenn die Frage über die Gesetze hinter dem Formen eines Landes auf einer noch-ins-Leben-zu-rufenden-Raumstation gestellt wird, räumt Jakhu die Herausforderung ein, doch gibt sich optimistisch.

„Wir haben bislang keinen Versuch der Gründung einer Nation dieser Art gesehen. So wird dies der erste sein“, sagte er. „Wir werden klein anfangen und schliesslich werden die Menschen dort hingehen und arbeiten und ihre eigenen Regeln und Vorschriften haben. Diese Einrichtung wird eine unabhängige Nation werden.“

Business Insider kontaktierte das Büro der Vereinten Nationen für Weltraumfragen (UNOOSA) zur Klarstellung, ob die aktuellen Weltraumgesetze ein neues Land erlauben würden oder nicht, sich selbst im Weltraum zu verkünden – zunächst mit einem unbemannten Satelliten oder auch mit Menschen an Bord einer Raumstation.

Wir fragten die Organisation auch, wie (wenn es nicht noch erlaubt ist) für eine neue Nation wie Asgardia die Weltraumgesetze geändert werden müssen, um sich zu bilden.

Der UNOOSA Vertreter hat nicht sofort auf unsere Anfrage reagiert.

Wie wird Asgardia gebaut werden?

Während sie eine ehrgeizige Vision einer friedlichen Zukunft im Weltraum malen, ist Asgardia merkwürdig ruhig in Bezug auf Einzelheiten.

Business Insider erfragte Informationen über Fristen, Finanzierung, Satelliten und die zu entwickelnde Raumstation, Trägerraketen, Personal und mehr, doch Asgardia hat es abgelehnt, die Informationen zur Verfügung zu stellen.

„An diesem Punkt versuchen wir nicht allzu viele technische Details preiszugeben“, sagte Wild. „Wir haben einige Ideen, doch es ist nicht auf der Ebene des Verständnisses, dies jetzt an die Öffentlichkeit zu bringen. Wir machen eine verhaltene Annäherung. Wir erklären, was wir jetzt tun wollen und verzichten auf voreiliges Handeln mit zu vielen Details.“

Jakhu und Asgardias Organisatoren erwarten, viele Kritiker anzuziehen, einschliesslich Analogien zum Mars One Projekt – ein Projekt, das Astronauten rekrutieren will, um sie auf den roten Planeten zu bringen, obwohl mehrere Untersuchungen darauf hindeuten, dass die Finanzierung, das Personal und das Know-how fehlt, um es durchzuführen.

Allerdings wiesen Jakhu und Wild darauf hin, dass der Versuch, die erste Weltraumnation ein paar hundert Meilen über der Erde zu gründen, etwas sehr anderes ist, als zu versuchen, den Mars zu kolonisieren, wie Elon Musk von SpaceX und Mars One dies beabsichtigen.

„Ich bin sicher, dass die Leute es [Asgardia] verspotten werden, doch darüber mache ich mir keine Sorgen. Wer versucht, Dinge zu unternehmen, die out-of-the-Box sind, wird zunächst immer belächelt“, sagte Jakhu. „Alles, was erstaunlich ist, beginnt mit einer verrückten Idee. Nach einer Weile wird Science-Fiction Science-Fact (wissenschaftliche Fakten), und das ist eine Idee, die gerade begonnen wird.“

Als Jakhu gefragt wird, ob er in Asgardia leben würde, antwortete er: „Warum nicht?“

„Ich denke, es wäre weniger riskant, als zum Mars zu gehen“, sagte er. „Und man kann viel leichter zurück zur Erde kommen, wenn man es nicht mag.“

Der Artikel erschien zuerst auf Business Insider.






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Veröffentlicht in Artikel von COBRA, Wissenschaft&Technik
8 commenti su “Eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern möchte, dass ihr Asgardia beitretet – der ersten Raumnation
  1. Hatti sagt:

    Wie vereinbart sich das mit dem SSP?

  2. Mikatj sagt:

    Hallo und Danke für diesen Artikel. Generell möchte ich mich für eure tolle Arbeit bedanken. Diesem Artikel stehe ich trotzdem sehr kritisch gegenüber. Die Motivation sich ins All ausbreiten zu können, ist ein Gedanke der mir vom Grundverständnis sehr gut gefällt, allerdings sehe ich gewisse Aussagen sehr kritisch. Den Weltraum demokratisieren? Wollten die USA dies nicht auch mit so vielen Ländern machen. Dieser Vorwand der Demokratisierung war immer mit dem Hintergrund von Macht und Einflussnahme verbunden. Bergbau an Asteroiden und Gefahren aus dem Weltall abwehren ? Ich denke die Gefahren kommen derzeit von Innen und sollten Priorität haben. Koronare Massenauswürfe sind wichtig. Sie enthalten auf energetischer Ebene eine Menge Potenzial für notwendige Veränderungen im Gehirn und auf hormoneller Ebene, in Sinne der Bewusstseinsveränderungen der Menschen, sind sie unerlässlich. Ich bin daher skeptisch gegenüber diesem Unterfangen.

    Als Kommunikationsplattform für intergalaktische Kontakte oder einfach aus wissenschaftlichen oder spirituellen Hintergründen fände ich solch eine Raumstation viel besser geeignet. Zumal hier im Blickpunkt wieder die Arbeit steht. Ich hoffe den Menschen auf Asgardia wird der freie Wille gelassen, diese Station immer zu verlassen wann es auch möglich ist.

    • Icke... sagt:

      ich denke ähnlich, für mich sind folgende Punkte „komisch“ …

      * Geldquellen sind ungewiss
      * man soll sich entscheiden, obwohl man die Strukturen nicht kennt, seine Aufgaben
      * und es soll bei der UN angemeldet werden, also sorry … ich denke höher entwickelte Wesenheiten halten von der UN gar nichts, weil dort Dinge im verborgenen Ablaufen die seehr destruktiv sind

      und dann kam mir noch eine Frage beim Lesen auf => wenn wir doch bereits Raumfahrt betreiben, also noch im Geheimen und nach der galaktischen Superwelle wie sie hier genannt wird sowieso Kontakt bekommen, dann wird uns alles zur Verfügung gestellt werden. eigentlich haben wir doch bereits alles erfunden 😉 … nur wissen viele Menschen davon nichts.

      ich glaube nicht an einer Bedrohung aus dem All, wenn dann gibt es die Bedrohung nur in UNS! liest man sich die Infos bezüglich der Sphären durch, dann sollte doch bewusst werden, dass diese Kometen/ Asteroiden keine wirkliche Bedrohung darstellen, denn es soll ja der koronale Massenauswurf der Sonne kontrolliert werden … das ist doch viel umfangreicher von der Schwierigkeit und Komplexität.

      da wird man doch ein Asteroiden vor dem Einschlag erkennen und demnach den Einschlag verhindern können. Außerdem Rohstoffe abbauen und Kolonien gründen … für mich ergibt das irgendwie keinen Sinn, denn wir werden hier auf Erden alles wieder so herrichten, dass im Grunde niemand mehr weg möchte 😉 , es sei denn er möchte zu seinen Geschwistern zurück.

      irgendwie harmoniert der Beitrag nicht mit den anderen Beiträgen … zumindest sagt mir das mein Bauchgefühl.

      dennoch schließe ich mich an und meine, eine Raumstation zur Forschung und Entwicklung, ja das wäre ein erstrebenswertes Projekt, nur halt nicht um materielle Dinge abzubauen … hört sich so nach Profit an, nach dem heutigen Denkschema bzgl. Arbeiten und so …

  3. karinb14 sagt:

    Lach ! Ich habe mich gestern schon registrieren lassen , hatte allerdings eine etwas andere Vorstellung davon – aber warum nicht – ein bisschen verrückt ist es heute noch und irgendwann morgen völlig normal ! Freu ! Hoch lebe Asgard ! 😀

    LG Karin – ICH BIN A´Stena von Sirius ♥

  4. Martin sagt:

    Dazu möchte ich folgendes anmerken: Nein, es liegt nicht in der Natur des Menschen, die Erde zu verlassen. Wir sind hier inkarniert, weil wir hierher gehören, sonst wären wir anderswo geboren worden. Natürlich können wir dereinst, wenn die Erde befreit ist, mit Raumschiffen das Universum erforschen.

  5. Lucky Luke sagt:

    Mit der Staatsangehoerigkeit Asgardia hat man auf jeden Fall
    mehr Rechte als mit der normalen deutschen ( ohne gelben Schein ).

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